Die Zukunft der Etikettierung gestalten: Nachhaltigkeit, Effizienz und CleanCut® Linerless Etiketten
Neue und bevorstehende Kennzeichnungsvorschriften treiben Veränderungen bei Verpackungen und Etiketten voran. Im Mittelpunkt stehen Nachhaltigkeit und bessere Recyclingmöglichkeiten. Marken setzen zunehmend auf recycelbare Materialien, einen reduzierten Farbeinsatz und klarere Informationen für Verbraucherinnen und Verbraucher.
Auch abwaschbare Klebstoffe rücken wieder stärker in den Fokus – ebenso wie kompostierbare und biobasierte Materialien. Diese bilden derzeit noch einen vergleichsweise kleinen Nischenmarkt, doch die Nachfrage wächst.
Darüber hinaus gewinnt Smart Labeling an Bedeutung. Der Handel setzt intelligente Kennzeichnungslösungen zunehmend auch bei gekühlten Lebensmitteln ein und nicht mehr nur bei Elektronik- und Kosmetikprodukten. Händler und Marken wünschen sich einen besseren Diebstahlschutz sowie eine lückenlosere Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette.
Trägerlose Etiketten haben sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Der Grund: Sie lösen gleich mehrere Herausforderungen auf einmal. Dazu zählen Kosten, Nachhaltigkeit, Geschwindigkeit und die Erfüllung der Anforderungen des Handels.
- Kein Trägermaterial als Abfall
Herkömmliche Selbstklebeetiketten verwenden ein silikonbeschichtetes Trägerpapier, das nach dem Etikettieren entsorgt werden muss. Bei trägerlosen Etiketten entfällt dieses Material vollständig. Dadurch sinken die Entsorgungskosten, während Marken und Lieferanten ihre Nachhaltigkeitsziele leichter erreichen können. Gerade bei gekühlten Lebensmitteln mit sehr hohen Produktionsmengen ist das ein entscheidender Vorteil.
- Mehr Etiketten pro Rolle bedeuten weniger Rollenwechsel
Da zwischen den Druckbildern keine Abstände erforderlich sind, befinden sich mehr Etiketten auf einer Rolle. Das Design wird fortlaufend gedruckt; erst im Applikator werden die einzelnen Etiketten zugeschnitten und anschließend auf die Verpackung aufgebracht. Bei trägerlosen CleanCut® Etiketten entfällt zudem die zusätzliche Materialstärke des Trägerpapiers eines herkömmlichen Etiketts. Mehr Etiketten pro Rolle bedeuten weniger Rollen und damit weniger Wechsel in der Produktionslinie. Das erhöht den Durchsatz und reduziert Stillstandszeiten – eine zentrale Anforderung, insbesondere in Spitzenzeiten.
- Geringere Transport- und Lagerkosten
Mehr Etiketten auf einer Rolle bedeuten, dass insgesamt weniger Rollen benötigt werden. Dadurch verringert sich der erforderliche Lagerplatz sowohl beim Hersteller als auch beim Kunden. Gleichzeitig sinkt der Transportbedarf. Das reduziert die transportbedingten Emissionen und damit den CO₂-Fußabdruck.
Das trägerlose Etikettiersystem von Bizerba heißt CleanCut®. Der Name verweist auf klebstofffreie Bereiche auf der Rückseite des Etiketts. Dank dieser Aussparungen kann das Messer im Applikator das Etikett sauber durchtrennen, ohne dass sich Klebstoff an der Klinge ablagert.
Andere Systeme auf dem Markt verfügen über eine durchgehende Klebstoffschicht auf der Rückseite. Schneidet die Klinge wiederholt durch diesen Klebstoff, können sich mit der Zeit Rückstände bilden. Diese Klebstoffablagerungen können wiederum Stillstandszeiten in den Produktionslinien verursachen.
Die CleanCut® Technologie von Bizerba bietet Lebensmittelherstellern alle Vorteile bestehender trägerloser Lösungen – ergänzt um geringere Stillstandszeiten dank des Systems mit Klebstoffaussparungen. Unsere Kunden möchten ihre Produktionslinien effizient und möglichst ohne Unterbrechungen betreiben. Genau dabei unterstützt sie das CleanCut® System von Bizerba.
Stellen Sie sich einen Produktionsbetrieb mit zehn Linien vor. Jede Linie muss dreimal täglich für jeweils zehn Minuten angehalten werden, um die Klingen zu reinigen.
Durch den Wechsel zu trägerlosen CleanCut® Etiketten könnten Sie täglich 30 Minuten Produktionszeit pro Linie zurückgewinnen. Bei zehn Linien sind das insgesamt 300 Minuten beziehungsweise fünf zusätzliche Produktionsstunden pro Tag. Auf eine übliche Arbeitswoche gerechnet ergibt sich daraus ein Plus von 25 Produktionsstunden.
Bei einem potenziellen Produktionswert von rund 3.500 Euro pro Stunde eröffnet diese Verbesserung die Chance auf zusätzliche Produktionskapazitäten im Wert von mehr als 17.500 Euro pro Tag beziehungsweise 87.500 Euro pro Woche.
Für Lebensmittelhersteller ist es entscheidend, Stillstandszeiten und Abfälle auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Genau hier schafft die CleanCut® Technologie von Bizerba Mehrwert: Sie maximiert die Anlagenverfügbarkeit, reduziert Abfälle und schützt die Profitabilität.
CleanCut® Etiketten bieten gegenüber herkömmlichen Selbstklebeetiketten mehrere ökologische Vorteile. Viele davon haben wir bereits angesprochen:
Da kein silikonbeschichtetes Trägermaterial entsorgt werden muss und sich die Etikettenrollen bis zum Rollenkern nutzen lassen, entsteht weniger Abfall. Gleichzeitig bedeuten mehr Etiketten pro Rolle einen geringeren Platz- und Transportbedarf. Das reduziert den CO₂-Fußabdruck.
In Großbritannien ist eine deutliche Abkehr von Kunststoffverpackungen und eine stärkere Hinwendung zu Materialien aus Papier und Karton zu beobachten. Papier- und Kartonprodukte lassen sich dort in der Regel gut recyceln. Das Recycling von Kunststoffen ist dagegen uneinheitlich, und zahlreiche Produkte – beispielsweise schwarze Schalen und Folien – können nicht recycelt werden.
Papier wird mit Rohstoffen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in Verbindung gebracht. Kunststoffe hingegen gelten als Produkte fossiler Rohstoffe, deren Gewinnung energieintensiv ist.
Britische Handelsunternehmen verfolgen klare Verpackungsziele: Sie möchten den Kunststoffanteil reduzieren, die Recyclingfähigkeit erhöhen und CO₂-Emissionen senken.
In Europa wurde die Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung, die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR), eingeführt. Sie ist eine zentrale neue EU-Verordnung und soll grundlegend verändern, wie Verpackungen in Europa gestaltet, verwendet und recycelt werden.
Obwohl das Vereinigte Königreich nicht mehr zur Europäischen Union gehört, hat die PPWR erhebliche Auswirkungen auf britische Lebensmittelhersteller, Handelsunternehmen und Verpackungslieferanten – insbesondere dann, wenn sie in europäische Märkte exportieren oder diese beliefern.
Trägerlose CleanCut® Etiketten unterstützen die Ziele der PPWR optimal. Denn die Verordnung konzentriert sich darauf, Verpackungsabfälle zu reduzieren, die Recyclingfähigkeit zu verbessern, unnötige Materialien zu vermeiden, den CO₂-Fußabdruck zu senken und Verpackungsformate zu vereinfachen.
Die neue trägerlose Lösung von Bizerba lässt sich sehr einfach in eine bestehende Produktionslinie integrieren. Das umfassende Produktportfolio von Bizerba beinhaltet Lösungen für die Lebensmittelverarbeitung, das Wiegen, Schneiden, Etikettieren, Verpacken und Inspizieren.
Jedes System wurde entwickelt, um betriebliche Effizienz, Präzision und Nachhaltigkeit in unterschiedlichsten Branchen zu maximieren. Ob im Handel oder in groß angelegten industriellen Anwendungen: Bizerba bietet zuverlässige und individuell anpassbare Lösungen, die Prozesse optimieren, die Produktqualität verbessern und die Einhaltung branchenspezifischer Vorschriften unterstützen. Unsere Technologien helfen Unternehmen dabei, langfristig erfolgreich zu sein.
Mit Bizerba erhalten Sie eine komplette CleanCut® Lösung aus einer Hand: Sie kombiniert modernste Wäge- und Etikettiertechnologie mit trägerlosen CleanCut® Etiketten, intelligenter Software, weltweitem Service und flexiblen Finanzierungsmöglichkeiten.
Die Zukunft für trägerlose Etiketten sieht äußerst vielversprechend aus. Aktuell dominieren sie vor allem in den Bereichen Fleisch, Fisch und Geflügel. Dort sind bereits 90 Prozent des Marktes auf diese Art der Kennzeichnung umgestiegen.
Auch in den Bereichen Backwaren sowie Obst und Gemüse beobachten wir eine steigende Nachfrage. Die nächste große Entwicklung erwarte ich bei Fertiggerichten, gekühlten Convenience-Produkten und hochwertigen verzehrfertigen Lebensmitteln.
Innovationen werden insbesondere durch abwaschbare Klebstoffe und hochgradig feuchtigkeitsbeständige Materialien vorangetrieben. Hinzu kommt die Integration intelligenter Kennzeichnungstechnologien – beispielsweise über RFID-Tags oder QR-Codes – sowie die Möglichkeit, künstliche Intelligenz direkt mit dem Etikett zu verknüpfen.
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